Die Motte oder der Nachtfalter ist die Larve des Schmetterlings (Lepidoptera), die sich je nach Art an verschiedenen Orten entwickelt und dabei Schäden an Kleidern, Teppichen, Getreide oder Obstbäumen anrichten kann.

Die Motten gehören den Hausinsekten an, es handelt sich um kleine Schmetterlinge mit dünnen Flügeln, die nur kurze Flüge unternehmen; dies sind die adulten Motten.

Die bereits zu Schmetterlingen ausgewachsenen Motten, die wir in unseren Küchen und Schränken, Abstellräumen und Kellern fliegen sehen, stellen keinen Schädlingsbefall mehr dar, weder die weiblichen Motten, da sie bereits die Eier abgelegt haben, als auch die männlichen Motten, da sie den Fortpflanzungszyklus bereits vollzogen haben; doch halten sich bestimmt andere Weibchen und Männchen versteckt, die sich gerade fortpflanzen.

Die tatsächlich verantwortlichen für einen Motten- oder Nachtfalterbefall sind die Raupen oder Larven, die mit ihrem sehr gut entwickeltem Kauapparat in unseren Häusern, Warenhäusern und Fabriken beträchtliche Schäden provozieren.

Es gibt zwei Kategorien: Kleidermotten und Lebensmittelmotten.

TINEA PELLIONELLA L.(PELZMOTTE)

Diese Motte ist eine der Verbreitesten in Italien; es handelt sich um die Motte der Wolle, Pelze, und Kleider, sie gehört der Tineoidea-Familie an, deren Larven sich von Keratin ernähren, einer in organischem Material, wie Leder, Federn, Schafshaaren, Alpaka, Wolle, vor allem Kaschmir, aber auch Seide und teilweise auch pflanzliche Fasern, wie Baumwolle, zu findende Substanz.

LEBENSZYKLUS

Die Mottenweibchen legen die Eier direkt auf Stoffe von denen sich die Larven ernähren können, die komplette Entwicklungszeit der Motten zum Larvenstadium beträgt 2-3 Monate. In diesem Zeitraum baut sich die Motte einen Unterschlupf, indem sie die Härchen abschneidet und sie mit Speichel verbindet. In diesem Gehäuse, das im gleichen Masse wächst wie die Larve (1cm ungefähr) entwickelt sich die Puppe.

Die optimale Temperatur zur Entwicklung der Motten liegt bei 25°C und die Feuchtigkeit liegt bei 75%, unter diesen Bedingungen können sich in einem Jahr 2 oder 3 Mottengenerationen entwickeln.

TINEOLA BISSELLIELLA HUM. (KLEIDERMOTTE)

Die zweit-verbreiteste Motte in Italien; es handelt sich um die Motte der Wolle und sie wird auch weiße Kleidermotte genannt. Auch diese Motte gehört der Tineoidea-Familie an, allerdings befällt sie, wenn nötig, auch Pelz, Federn, Bürsten und Pinsel.

LEBENSZYKLUS

Die adulte Motte ähnelt der Lebensmittelmotte, sie wird bis zu 5-8 cm lang und ist gelb oder grau, sie legt die Eier direkt auf den Stoff, der zur Ernährung der Larven dienen wird. Die Larven erkennt man an dem braunen Kopf und dem weißen Körper, aber im Unterschied zu den Larven der Tinea pellionella L. Motte bauen sich diese Larven kein Schutzgehäuse, sondern spinnen sich leichte Röhren die bis zu 12mm lang werden.

Das Mottenweibchen erkennt man daran, dass es nicht fliegen kann, sich aber springend fortbewegt.

Auch für diese Mottenart liegt die optimale Temperatur bei 25°C und die Feuchtigkeit bei 75%, sie bevorzugen dunkle Orte.

PLODIA INTERPUNCTELLA

Das ist der wissenschaftliche Name der Lebensmittelmotte, es handelt sich um die kleinen Schmetterlinge, die wir in kleinen und großen Speicherräumen antreffen. Sie werden nicht als echte Motten angesehen, da sie Lebensmittel, wie Mehl, Gemüse, Tee, Reis, Getreide befallen und ihre Ernährung nicht auf Keratin basiert.

Diese Mottenkategorie ist nicht nur in unserem Land verbreitet, sonder auf der ganzen Welt.

LEBENSZYKLUS

Der Lebenszyklus der Lebensmittelmotte beginnt im März und endet im Oktober.

Dieses Mottenweibchen legen ungefähr 300 Eier und die Entwicklung der Larven dauert 41 Wochen, in denen sie sich von allem was sie im Speicher finden können ernähren, wobei sie alles befallen und selbst in hermetisch verschlossene Behälter eindringen können.

VORBEUGUNG DES MOTTENBEFALLS

Da es sich um Lepidoptera, bzw. um fliegende Insekten handelt, kann der Mottenbefall von außen kommen und die Motten können direkt in unsere Häuser, Lager- und Warenhäuser eindringen, sie können aber auch durch bereits befallene Stoffe, entweder Lebensmittel oder Tierstoffe, in unsere Häuser gelangen.

Daher besteht der erste nützliche Eingriff, um einem Mottenbefall vorzubeugen, in der Überwachung der Kleidung oder anderem Material, das mit unserem Lebensraum in Berührung kommt.

Motten sind Insekten, die warm-feuchte Temperaturbedingungen bevorzugen und daher besteht eine weiter nützliche Maßnahme darin, Kleidung in im voraus gesäuberten und desinfizierten trockenen Räumen bei niedrigen Temperaturen und guter Durchlüftung aufzubewahren.

Die Mottenlarven ernähren sich von Keratin, brauchen zum Überleben aber auch Fettstoffe, die sie an den nicht angemessen gereinigten Kleidungsstücken finden. Aus diesem Grund besteht eine vorbeugende Maßnahme darin, die Kleider sauber und gewaschen aufzubewahren, Staub abzubürsten, sie auszulüften, wobei ein Fleckenreiniger im Hals- und Manschettenbereich, wo die Mottenlarven die Fettsoffe, die sie brauchen antreffen können, benutzt werden sollte. Schließlich empfiehlt es sich die Kleider in Plastiküberzügen aufzubewahren, damit sie für  längere Zeit geschützt werden.

Um unsere Kleider komplett zu schützen ist der Gebrauch von Mottenmittel von besonderer Wichtigkeit. Es gibt chemische, aber auch natürlich Mittel, wie Lavendel, Minze, Zeder (-Essenz), die nicht als schädlich und giftig gelten wie die traditionell benutzten Mittel, Kampfer und Naphthalin.

Auch die gelbe Farbe ist ein optimales Mottenmittel.

Andere nützliche Maßnahmen können Moskitonetze, UV-Lampen, die die adulten Insekten einfangen, sein. Die gründliche Reinigung und das Entfernen von Staub, der Wollfasern, Pelzhaare, Seiden- und Baumwollfasern enthält, vor allem in Fabriken, die diese Stoffe bearbeiten oder lagern, ist sehr wichtig.

Die Überwachung ist, vor allem im Frühling, so gut wie unerlässlich, um die Präsenz von Schmetterlingen oder Larven der Motten zu kontrollieren.

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