Der Schaben- oder allgemeiner Kakerlakenbefall kommt sehr häufig vor, da ihr natürliches Habitat sich in unseren Wohnungen, auf Industriegeländen, in Lebensmitteln, in den Rohren und Abflüssen befindet.

Die Schaben leben in Zwischenräumen, Abflüssen, in Rohren, hinter Waschbecken und Elektrogeräten, wie Waschmaschinen und Spülmaschinen, vor allem bei Vorhandensein von Wasserlecks, in feuchten Wohnungen, in Kellern und in Hafenstädten.

Es sind weltweit ungefähr 3.500 Schabenarten bekannt, unter diesen leben circa 400 in Italien.

Die bekanntesten Schaben, die unsere Häuser befallen, sind folgende:

  • Blatella germanica (deutsche Schabe): Dank der Pulvilli (Haftläppchen), einer Besonderheit der Beine, kann diese Schabe jede, auch glatte, Wand hochklettern, sie lebt und verbreitet sich an Orten mit einem hohen Feuchtigkeitsgrad (Waschmaschine, Kaffeemaschine, Ofen, Wasserkocher usw.), sie ist Allesfresser, bevorzugt die Dunkelheit und poröse Oberflächen, wie Karton oder Holz. Diese Schabenart lebt 20 bis 30 Wochen, das Weibchen legt lebenslang von 4 bis 8 Ootheken, die jeweils ungefähr 40 Eier enthalten, die sich nach circa 15-20 Tagen öffnen. Sowohl die Männchen, als auch die Weibchen haben Flügel und können fliegen.
  • Supella longipalpa (oder Möbelschabe): Sie ist Allesfresser, ähnelt sehr der deutschen Schabe, ist aber weniger für den Schädlingsbefall bekannt, da sie eine längere sexuelle Entwicklung aufweist und die Ootheken, die die Eier enthalten leichter austrocknen. Das liegt daran, dass sie warme und wenig feuchte Orte bevorzugt. Das Weibchen legt lebenslang ungefähr 14 Ootheken, die 14 bis 18 Eier enthalten. Diese Schaben nisten sich daher bei einer mittleren Höhe, zwischen Regalen, Wandbrettern, Bildern, Wärmequellen, wie Fernseher oder Motoren von Elektrogeräten ein, wo sie die Ootheken legen und befestigen. Sie haben Flügel, aber nur das Männchen kann fliegen, wenn es gestört wird.
  • Blatta orientalis (gemeine Kakerlake): Das ist die Schabe, die wir am häufigsten in unseren Häusern antreffen, sie ist dunkelbraun. Diese Schabenart bevorzugt ein sehr feuchtes Umfeld, vor allem in der Nähe von Wasserquellen, aber im Gegensatz zu anderen Schabenarten favorisiert sie ein kühles Umfeld. Daher sind diese Schaben vor allem in den Abflussrohren, in sehr kühlen Kellern, Wasserrohren oder Waschbeckenabflussrohren (von wo aus sie häufig in unsere Häuser eindringen) und in Luftbefeuchtern, anzutreffen, wo sie sich vermehren. Auch diese Schabenart ist Allesfresser, aber sehr gefräßig; wenn keine Nahrung vorhanden ist, ernähren sie sich von ihren eigenen Ootheken. Ein Weibchen produziert 8 Ootheken , die ungefähr 12-20 Eier enthalten. Sie haben eine langsame sexuelle Entwicklung.
  • Periplaneta americana: Diese Schabenart ist am seltensten anzutreffen, aber sie verbreitet sich schnell und weist einen starken Befall auf. Sie kann bis zu 4 cm groß werden und ist somit größer, sie hat besser entwickelte Flügel, die sie aber nur selten benutzt. Auch diese Schabenart bevorzugt ein feuchtes und dunkles Umfeld, Häfen und Städte am Meer, Kellergeschosse, Abflüsse der Kanalisation, Badezimmer- und Küchenrohre und Speicherräume für Nahrungsmittel und gegärte Flüssigkeiten. Das Weibchen dieser großen amerikanischen Schaben legt 12 bis 14 Ootheken, die ungefähr 14 Eier enthalten. Die Eier öffnen sich nach 2 Monaten und die Nymphen erreichen die sexuelle Reife nach 6 Monaten. Die Ausbreitung dieser Schabenart kann durch die Kälte im Winter aufgehalten werden.

SCHÄDLICH FÜR MENSCH UND TIER

Dank ihres flachen und niedrigen Körpers können die Schaben in jede kleine Ritze eindringen, gefüllte Rohre, Leitungen und elektrische Leitungskanäle, Heizungs- und Klimaanlagen und Wasserabflüsse durchdringen, außerdem sind sie aufgrund ihrer breiten Beine sehr schnell. Schaben sind Herdentiere, wo eine ist, sind bestimmt auch andere anzutreffen. Aus diesen Gründen ist es sehr schwer das Umfeld der Schaben komplett zu isolieren, außerdem fungieren sie als Überträger pathogener Mikroorganismen (Cholera, Tuberkulose, Salmonellen) und Infektionen, da sie aus verseuchtem in von Mensch und Tier bewohntem Umfeld kommen. Durch ihre Exkremente können die Schaben kleine und große Nahrungsmittelspeicher verseuchen und dabei unangenehme Gerüche hinterlassen, vor allem bei starkem Befall.

VORSORGE

Wie wir gesehen haben dringen sowohl die Blatta orientalis, die gemeine Kakerlake, als auch die amerikanisch Schabe durch die Kanalanlage in unsere Häuser ein, vor allem wenn es sich um alte Strukturen mit Anlagen, die schon einmal repariert wurden, handelt, daher kann man davon ausgehen, dass auch die städtische Kanalisation bereits von Schaben besiedelt ist.

Daher ist es nützlich als Vorsorge des Schabenbefalls im Umfeld, in dem wir leben und arbeiten, die kritischen Punkte zu kontrollieren: Rohre, Abflüsse, abgelöste Fußböden und Kacheln, Auskleidungen, verschalte Wände, Zwischendecken und Zwischenwände aus Gipskarton, Abflussöffnungen usw.

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