SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG UND ÜBERWACHUNG DER RATTEN

Die Ratten gehören der Familie der Muridae an, es handelt sich um den Nagetieren angehörige Säugetiere; die gemeine Ratte ist von Natur aus aggressiver als die Maus, von der sie sich sowohl dadurch unterscheidet, dass sie grösser ist, als auch dadurch dass ihr Fell borstiger ist.

Die Gattung Rattus gehört der sehr zahlreichen Familie der Murinae an und es sind gut 56 Arten der Gattung Rattus bekannt.

Die zwei Rattenarten, die den urbanen Bereich in Italien befallen sind:

  • RATTUS NORVEGICUS: auch als Kanalratte bekannt, grau-braun, Allesfresser, hat eine mittlere Lebenserwartung von 3-4 Jahren, diese Rattenart wiegt im Mittel 350g und ist 20-25 cm lang, kann aber bis zu 500 g wiegen und 45 cm lang werden, den Schwanz eingeschlossen.
    Wo lebt sie: Das natürliche Umfeld dieser Ratte ist die Kanalisation, als guter Schwimmer findet man sie in den Kanälen der Schmutzwasserkanalisation, wo sie ausreichend Nahrung entlang der Abwassergruben und Kanälen findet und wo sich Abfall anhäuft, in den Kellern unter dem Fundament von Gebäuden oder Bauten, aber auch in ausgegrabenen Höhlen im Boden.
    Ernährung: Als Allesfresser ernährt sich diese Ratte von jeder Art Abfall, von kleinen Tieren, Fischen, Reptilien und Getreide. Die norwegische Ratte breitet sich im urbanen Bereich aus, wo sie Nahrung findet, wie auf Obst- und Gemüsemärkten, Fischmärkten, in Restaurants und Speisekammern und in Lebensmittel- und Landwirtschaftsbetrieben, Kantinen, Zuchtstätten und nicht kultivierten Grünflächen.
    Fortpflanzung: Die norwegische Ratte hat im urbanen Umfeld, da sie dort keine natürlichen Feinde hat, eine bemerkenswert hohe Fortpflanzungspotenz entwickelt, wobei es rasch zur Überbevölkerung kommt. Das Rattenweibchen bringt 4-7 mal im Jahr jedesmal 10-12 Neogeborenen hervor.
    Erwähnenswert ist auch die besondere Anpassungsfähigkeit und Intelligenz dieser norwegischen Ratte, außerdem wird die norwegische Ratte auf Grund ihrer genetischen Ähnlichkeit mit dem Menschen, die die der Maus noch übersteigt, als Tiermodell für Studien der Toxikologie und des Nervensystems benutzt.
  • RATTUS RATTUS:  Die schwarze Ratte oder Dachratte ist weniger verbreitet als die norwegische Ratte und ist ein bisschen kleiner. Die schwarze Ratte ist im Mittel 16-20 cm lang und wiegt durchschnittlich 220 g, sie ist grau-schwarz und hat eine mittlere Lebenserwartung von 3-4 Jahren.
    Wo lebt sie: Auch die schwarze Ratte lebt in der Kanalisation, in kleinen Wasserkanälen und Rohren der elektrischen Leitungen.
    Ernährung: Wie die norwegische Ratte, ist die schwarze Ratte ebenfalls ein Allesfresser, der Lebensmittel bevorzugt und auch diese Ratte stellt eine Gefahr für die Bevölkerung in Gegenden dar, wo sich Abfälle und Lebensmittelquellen befinden.
    Fortpflanzung: Auch die schwarze Ratte verbreitet sich mit 20-30 Neugeborenen jährlich und in urbanen Bereichen kann sie sich schnell ausbreiten und das kann zur Überbevölkerung führen. Die gemeine Ratte (die norwegische und die schwarze Ratte) ist ein sehr anpassungsfähiges Säugetier, sie ist sehr gierig und ernährt sich von den unterschiedlichsten Substanzen, nicht unbedingt Lebensmitteln, sie richtet sogar häufig an elektrischen Leitungen Schäden an.

Außerdem kann die gemeine Ratte, die als besonders intelligent, aggressiv und wild gilt, Zuchttiere, aber auch direkt den Menschen angreifen.

GESUNDHEITSRISIKEN

Das natürliche Umfeld der gemeinen Ratte macht sie zu einem gefährlichen Krankheitsträger viraler und von Bakterien ausgelöster Erkrankungen; eine in der Kanalisation lebende Ratte kann sich mit über 30 Krankheiten anstecken, die sie dem Menschen übertragen kann: Tollwut, Typhus, Toxoplasmose, Leptospirose, Rattenbissfieber, Salmonellose, Cholera, Beulenpest. Letztere wird durch einen Mikroorganismus, der Yersina pestis, verursacht, der durch den Floh Xenopsylla cheopis, einen Parasiten der schwarzen Ratte, übertragen wird. Die Übertragung findet von Ratte zu Ratte und von Ratte auf den Mensch statt.

Eine einzige infizierte Ratte reicht aus, um diese schlimmen und schwer auszurottenden Krankheiten zu verbreiten.

Die Ratte wäre in ihrem ursprünglichen Umfeld, weit weg von der Kanalisation und den Müllbergen, ein sauberes und gesundes Tier. Tatsächlich gibt es, wie wir das schon von Katzen und Hunden kenne, gezähmte Ratten oder Hausratten, die unterschiedliche, von der Rasse abhängige, morphologische Merkmale aufweisen. Die wichtigsten Hausratten sind:

  • Ratto mans (Ratte ohne Schwanz)
  • Ratto dumbo (große Ratte)
  • Ratto satin (Ratte mit samtweichem, glänzendem Fell)
  • Ratto hairless (Ratte ohne Fell)

Die Hausratte ist, im Gegensatz zu der gemeinen Ratte, ein sehr geselliges und intelligentes Tier, das dressiert werden kann und zusammen mit anderen Nagetieren seiner Art leben kann.

RATTENBEKÄMPFUNG

Wir haben gesehen, dass die Ratte auf Grund einer “natürlichen” Migration der Rattenkolonien an Orte, wo sie mehr Lebensmittel und Abfälle vorfinden und die der Rattenpopulation Unterschlupf und Schutz bieten, ein für den Menschen im urbanen und suburbanen Bereich gefährlich gewordenes Säugetier ist.

Der wirksamste Eingriff zur Entfernung der Rattenpopulation wäre die Entfernung der Ursachen, die zum Ansiedeln der Rattenkolonien führen, durch die Säuberung der Abfälle und die Verbesserung der Kanalisation usw.

Diese Vorgänge könnten zu einer Reduktion der Ratten führen, sie sind aber im urbanen Umfeld nicht immer durchführbar, daher sind Rattenbekämpfungsaktionen notwendig. Diese Aktionen verhindern die Ansiedlung der Ratten nicht vollständig, da sie auf Grund ihrer Fortpflanzungsfähigkeit von wenigen Individuen in wenigen Monaten zur Überbevölkerung zurückkehren können.

Um eine wirksamere und sicherere Entfernung der Rattenkolonien zu garantieren, sind periodische und anhaltende Rattenbekämpfungsaktionen undenkbar.

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