Wespen

Unter dem Begriff Wespe wird eine Insektengruppe beschrieben, die der Ordnung Hymenoptera angehört; den bestachelten Hymenoptera gehört die Familie Vespidae an.

Die am häufigsten vorkommenden Wespen der Familie Vespidae in unserem Land gehören den Gattungen Vespula und Polistes an:

  • Vespula vulgaris (gemeine Wespe): Diese Wespengattung bildet Staaten aus 1000-2000 Individuen, sie baut ihr Nest in versteckten Hohlräumen oder auf freiem Gelände, wo sie gefährlich werden können, weil sie schnell gestört werden.
  • Polistes gallicus ist ein wenig kleiner als die gemeine Wespe, ihr Nest besteht aus einer einzigen Wabe, die nach unten ausgerichtet ist.
  • Vespa crabro (Hornisse) baut ihr Nest in Baumhöhlen, in freiem Gelände, unter Vordächern etc., das Nest besteht aus mehreren Waben, die übereinander liegen und 30-40 cm groß sind.

Die Wespen gehören zu den eusozialen Insekten, eine Eigenschaft die man nur bei wenigen Insektenordnungen antrifft, nur bei den Insekten, die in Staaten mit Kastenorganisation leben (Gruppen mit verschiedenen Aufgaben).

  • Königin (fruchtbares Wespenweibchen)
  • Drohnen (befruchtungsfähige Männchen)
  • Arbeiterinnen (sterile Wespenweibchen)

Die Wespenstaaten durchlaufen einen Jahreszyklus; er beginnt im Frühjahr, wenn die im vorangehendem Herbst befruchteten Wespenköniginnen anfangen, ein neues Nest zu bauen und durch das Legen der ersten 10-20 Eier einen neuen Wespenstaat gründen. Aus diesen Eiern entwickelt sich die erste Gruppe der Arbeiterinnen, die die Aufgabe haben, sich um die proteinhaltige Nahrung der Larven zu kümmern und das Nest auszubauen, indem sie neue Waben errichten. Die Wespen benutzen dazu mit Speichel gemischte zerkaute Holzstückchen, aus denen eine dem Karton ähnliche Substanz gebildet wird, daher kommt auch der Beiname “Karton-Wespen|”.

Je nach Gattung können in einem Nest bis zu 20.000 Individuen leben.

Am Ende des Sommers hören die Wespenarbeiterinnen auf die Larven zu füttern und gehen auf die Suche nach Früchten und süßen Substanzen, in diesem Zeitraum werden sie aggressiver bis die ersten Kälteperioden beginnen und sie sterben.

Im gleichen Zeitraum, Ende des Sommers, bilden sich die Drohnen und die fruchtbaren Weibchen, nach der Befruchtung sterben die Wespenmännchen, während die zukünftigen befruchteten Wespenköniginnen einen Ort zum überwintern suchen.

Die Wespenkönigin und ihr ganzer Staat stirbt mit all den Wespenarbeiterinnen.

Die Wespen produzieren im Unterschied zu den Bienen keinen Wachs und sie haben keinen mit Haken versehenen Stachel und können daher mehrmals stechen, ohne zu sterben.

Der Wespenstich ist nur für Personen gefährlich, die sensibel auf das Gift reagieren und in diesem Fall kann er einen anaphylaktischen Schock auslösen.

ÜBERWACHUNG

Wespen sind, wie die Bienen, aufgrund der sehr wichtigen Aufgabe der Bestäubung nützlich in der Landwirtschaft, aber oft errichten sie ihre Nester an für den Menschen gefährlichen Positionen, an geschützten Orten, wie Vordächern oder an Ecken von Fenstern oder Türen.

Im Spätsommer erhöht sich die Anzahl der Wespen und sie werden aggressiver, wenn man sie stört, daher ist, um eine angemessene Überwachung zu erhalten, ein Eingriff zur Schädlingsbekämpfung im Frühling, wenn das Nest noch relativ klein ist, am besten in den frühen Morgenstunden oder abends, vorzuziehen, natürlich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen.

Die größte Schwierigkeit bei der Schädlingsbekämpfung der Wespen stellt die Lage des oft unerreichbaren, unter Ziegeln, Balken, Rollladenkästen und Ecken sehr hoher Häuser versteckten Nests dar.

In diesen Fällen ist es ratsam, wenn nicht unerlässlich, sich an spezialisiertes Personal zu wenden.

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